ASML liefert Rekordzahlen im dritten Quartal 2026 und hebt Jahresprognose an

Der europäische Chipkonzern ASML profitiert vom weltweiten KI-Boom, erzielt einen Quartalsumsatz von 11,7 Milliarden Euro und bestätigt eine Interim-Dividende von 1,88 Euro je Aktie.

Der niederländische Halbleiterausrüster ASML Holding N.V. (ISIN: NL0010273215) hat seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorgelegt und dank starker Nachfrage aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz die Erwartungen beim Umsatz und bei der Bruttomarge am oberen Ende der eigenen Prognose erfüllt. Der Nettoumsatz stieg auf 11,66 Milliarden Euro, während das Management gleichzeitig seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr anhob und die Auszahlung der zweiten Interim-Dividende für das laufende Geschäftsjahr bestätigte.

Starke Marge und Sondereffekt beim Quartalsgewinn

Neben dem hohen Quartalsumsatz übertraf ASML vor allem bei der Rentabilität die Erwartungen: Die Bruttomarge lag mit 57,5 Prozent über der eigenen Prognosespanne von 54 bis 55 Prozent. Wesentlicher Treiber waren hochmargige Service- und Upgrade-Erlöse am bestehenden Maschinenpark der Kunden. Der ausgewiesene Nettogewinn belief sich auf rund 4,96 Milliarden Euro (Gewinn je Aktie: 12,95 Euro). Für Anleger ist dabei eine Besonderheit im Finanzergebnis relevant: Der Gewinn enthält einen unrealisierten Neubewertungsgewinn von rund 500 Millionen Euro aus der Beteiligung an Mistral AI, weshalb der operative Gewinnanstieg differenziert betrachtet werden muss.

Prognoseanhebung getrieben durch KI-Superzyklus

Für das vierte Quartal 2026 stellt ASML einen Nettoumsatz zwischen 14,2 und 15,2 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge von rund 57 Prozent in Aussicht. Auf dieser Basis wurde die Jahresprognose auf 44,0 bis 45,0 Milliarden Euro angepasst, was einem Umsatzwachstum von circa 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Kundengruppen im Speicher- und Logikbereich sichern sich bereits Lieferkontingente für die Jahre 2029 und 2030. Das Management prüft daher Möglichkeiten zur Erweiterung der Produktionskapazitäten über die bisher vorgesehenen Ausbauschritte ab 2028 hinaus.

Dividende und Milliarden-Aktienrückkäufe

ASML setzt seine aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik fort. Das Unternehmen zahlt für das zweite Quartal 2026 eine Interim-Dividende von 1,88 Euro je Stammaktie aus. Der Ex-Dividenden-Tag an der Euronext ist der 26. Oktober 2026, der Auszahlungstermin folgt am 4. November 2026. Zudem erwarb ASML im dritten Quartal im Rahmen seines laufenden Rückkaufprogramms etwa 2,8 Millionen eigene Aktien für rund 4,1 Milliarden Euro.

Geopolitische Dynamik im China-Geschäft

Auf der Marktseite zeigte sich eine spürbare Verschiebung der regionalen Erlöse: Im dritten Quartal stieg der China-Anteil am Systemumsatz auf 23 Prozent, verglichen mit 14 Prozent im Vorquartal. Grund dafür waren verstärkte Käufe chinesischer Kunden bei DUV-Systemen (Deep Ultraviolet). Für das Gesamtjahr rechnet ASML mit einem China-Anteil von rund 20 Prozent. Vor dem Hintergrund potenzieller US-Exportrestriktionen bleibt dieser Markt ein wesentlicher Risikofaktor für Anleger.

ASML untermauert mit den Zahlen seine globale Monopolstellung im Bereich der EUV-Lithographie und bleibt ein Schlüsselunternehmen im weltweiten Halbleiter- und KI-Sektor. Für Aktionäre im EURO STOXX 50 verbinden sich verlässliche Kapitalrückflüsse mit langfristigen Wachstumschancen, während geopolitische Beschränkungen im China-Geschäft sorgfältig beobachtet werden sollten.

Dieser Artikel wurde auf Basis von verschiedenen Quellen mit KI erstellt.