Der weltgrößte Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton SE hat seine Umsatzzahlen für das dritte Quartal sowie die ersten neun Monate 2026 vorgelegt. Die Ergebnisse verdeutlichen eine anhaltende zweigeteilte Entwicklung auf den globalen Verbrauchermärkten: Während sich die Nachfrage in den USA und Europa als widerstandsfähig erweist, wiegt die ausgeprägte Konsumzurückhaltung in China schwer auf dem Kerngeschäft des Konzerns.
Kernsparte Mode und Lederwaren gerät unter Druck
In den ersten neun Monaten 2026 belief sich der Konzernumsatz von LVMH auf 57,15 Milliarden Euro, was einem leichten nominellen Rückgang von 2 Prozent entspricht, organisch jedoch ein Plus von 2 Prozent bedeutet. Im dritten Quartal schwächte sich das organische Wachstum auf 1 Prozent ab. Sorge bereitet Anlegern vor allem die mit Abstand umsatz- und gewinnstärkste Sparte Fashion & Leather Goods: Hier ging der organische Umsatz im dritten Quartal um 5 Prozent zurück, womit die Markterwartungen deutlich verfehlt wurden. Neben der Schwäche im asiatischen Markt wirkten sich auch punktuelle Logistikverzögerungen bei der Hauptmarke Louis Vuitton belastend aus.
Regionale Unterschiede: Erholung in den USA, Dämpfer in Asien
Die regionalen Ergebnisse verdeutlichen die aktuellen Herausforderungen des Sektors. In der Region Asien (ohne Japan) verzeichnete LVMH im dritten Quartal einen organischen Umsatzrückgang von 5 Prozent. Die anhaltende Zurückhaltung chinesischer Konsumenten trifft die margenstarken Luxusmarken spürbar. Auf der anderen Seite zeigt der US-Markt mit einem organischen Plus von 5 Prozent Anzeichen einer Stabilisierung. Auch Europa und Japan entwickelten sich dank einer robusten lokalen Nachfrage solide.
Starke Impulse durch Uhren, Schmuck und Sephora
Andere Geschäftsbereiche von LVMH konnten die Schwäche der Modesparte teilweise abfedern. Der Bereich Selective Retailing wuchs im dritten Quartal organisch um 8 Prozent, maßgeblich angetrieben durch kontinuierliche Marktanteilsgewinne und die internationale Expansion der Parfümeriekette Sephora. Die Sparte Uhren & Schmuck erzielte ein organisches Plus von 6 Prozent, getragen von hoher Nachfrage nach Marken wie Tiffany & Co. sowie Bvlgari. Der Bereich Wein & Spirituosen zeigte nach schwierigen Vorquartalen eine Erholung mit einem Plus von 6 Prozent.